iFactory3D plant nächsten Launch von 3D-Fließbanddrucker

Das Startup iFactory3D kündigt seine neue Maschine für Q2 2021 an. Erneut soll eine Crowdfunding-Kampagne den Markteintritt des neuen 3D-Fließbanddruckers einleiten, nachdem das erste Produkt des 3D-Druckerherstellers erfolgreich über Kickstarter finanziert wurde.

iFactory One Plus: 3D-Fließbandlösung für B2B

“Wir haben viel positives Feedback für unser erstes Produkt von vielen Unternehmen erhalten, die ihre Serienproduktion mit 3D-Druckern aufbauen möchten”, sagt Artur Steffen, CEO von iFactory3D. “Deshalb haben wir unser Gerät in mehreren Schritten weiterentwickelt und für die additive Serienfertigung optimiert. So haben wir die perfekte Lösung für die professionelle 3D-Serienproduktion gefunden.”

Der erste 3D-Drucker des Startups, der iFactory One, war mit der Hauptzielgruppe von Hobbyisten und selbstständigen Kleinunternehmern für eine kontinuierliche Herstellung von Druckteilen entwickelt worden. Nachdem das Unternehmen eine Finanzspritze vom Business Accelerator Startplatz erhielt, konnte es im November letzten Jahres eine Crowdfunding-Kampagne für den FDM-Fließbanddrucker auf Kickstarter ins Leben rufen.

Fortschrittliche Konstruktion für mehr Flexibilität

Das Kickstarter Projekt wurde von 434 internationalen Geldgebern unterstützt, wodurch iFactory3D rund 186 Prozent seines Finanzierungsziels erreichte. Und noch im selben Jahr wurden 3D-Fließbanddrucker an die Unterstützer ausgeliefert, die sich für das „Early Bird“-Angebot entschieden hatten.

Die Maschine zeichnet sich durch ein Förderband anstelle einer starren Druckunterlage aus; dadurch verfügt der Drucker über ein Bauvolumen von (praktisch) unendlich x 280 x 170 mm. Durch ein austauschbares, um 45° abgewinkeltes Hotend kann am Fließband gedruckt werden, und das mit kaum Bedarf an Stützstrukturen. Für komplexe Geometrien werden diese zwar punktuell benötigt, aber Hohlkörperdrucke und Überhänge sind mit dem iFactory One – im Gegensatz zu herkömmlichen 3D-Druckerkonstruktionen – möglich.

Hoher Automatisierungsgrad für 3D-Fließbanddruck dank Künstlicher Intelligenz

Neben diesen konstruktionsbedingten Punkten ist ein weiteres Merkmal, welches die Maschine von ihren Mitbewerbern abhebt, die integrierte KI-basierte Fehlererkennungssoftware PrinterGUARD. Die Software, die extra von iFactory3D als Ergänzung für den 3D-Fließbanddrucker entwickelt wurde, kann die fünf häufigsten Fehler beim FDM-Druck visuell erkennen, darunter Spaghetti, Druckbettablösung, Teileverzug, Fadenbildung und Luftdruck. Die Algorithmen von PrinterGUARD entwickeln sich stetig weiter, so ist das Ziel, dass die Software rund 20 Fehler erkennen kann. Dann soll das System auch Statusberichte an den Besitzer senden oder je nach Einstellung, selbstständig in den Druckprozess eingreifen können. Anhand der erhobenen Daten sollen ebenfalls Verbesserungsvorschläge für zukünftige Drucke gegeben werden können. So greifen Hardware und Software bei Druckern von iFactory3D Hand in Hand für die Automatisierung additiver Fertigungsprozesse.

Technische Upgrades sorgen für bessere Qualität sowie höhere Geschwindigkeit

Die durch gesammeltes Feedback inspirierten Upgrades machen den One Plus zu einem der schnellsten 3D-(Fließband)-Drucker der Welt. Er kann bis zu dreimal schneller als sein Vorgänger drucken, ohne Druckqualitätsverluste, dank einer erhöhten volumetrischen Flussrate.

Eine weitere Verbesserung besteht darin, dass der ursprüngliche Bowden-Extruder durch eine Konfiguration mit Direktantrieb ersetzt wurde. Dies erhöht die Zuverlässigkeit und die Druckqualität. Die Düse erweitert auch die Palette der verwendbaren Filamente. Das breitere Spektrum an Materialien wird durch eine größere Temperaturtoleranz des Druckers aufgrund des Wegfalls der PTFE-Auskleidung weiter verbessert. Schließlich hat iFactory3D das Fließbandsystem des Geräts angepasst, sodass es nun individuell gespannt werden kann. Die fortschrittliche Technologie garantiert dabei immer eine gleichmäßige Konstruktion.